Unsere Arbeitsweise
Uns ist eine gemeinsame Arbeit auf Augenhöhe wichtig. Sie kennen Ihr Leben, Ihre Geschichte und Ihre Belastungsgrenzen am besten – wir bringen das fachliche Wissen darüber mit, was bei welchen Beschwerden wirksam ist. Aus beidem entsteht die Therapie.
Welche Methoden zum Einsatz kommen, entscheiden wir deshalb nicht über Ihren Kopf hinweg. Wir schauen gemeinsam mit Ihnen, welches Vorgehen zu Ihrem Anliegen und zu Ihnen als Person passt – und erklären dabei auch, warum wir etwas vorschlagen.
In der Sprechstunde: ein genaues Bild gewinnen
Zu Beginn steht die Diagnostik im Vordergrund. Wir schauen gemeinsam, was Sie belastet, seit wann, in welchen Situationen – und wie sich das auf Ihren Alltag auswirkt. Dazu setzen wir auch Fragebögen ein. Sie liefern ein strukturiertes Bild und machen später sichtbar, ob und wo sich etwas verändert.
Diese Fragebögen können Sie in Ruhe zu Hause digital ausfüllen. Das spart Zeit in der Sitzung und Sie können sich dabei so viel Zeit nehmen, wie Sie brauchen.
In den probatorischen Sitzungen: Ziele festlegen
In den anschließenden Kennenlernstunden vertiefen wir das Bild, wo es nötig ist. Vor allem aber legen wir gemeinsam fest, worum es in der Therapie gehen soll. Dabei leiten uns zwei Fragen: In welchen Bereichen ist der Leidensdruck derzeit am größten? Und was möchten Sie eigentlich erreichen – woran würden Sie merken, dass sich etwas zum Guten verändert hat?
Diese Ziele so konkret wie möglich zu fassen, ist mehr als eine Formalität. Erst daraus ergibt sich, welche Methoden im weiteren Verlauf sinnvoll sind. Die Auswahl der Vorgehensweisen folgt also Ihren Zielen, nicht umgekehrt.
Der größere Rahmen
Über die einzelnen Teilziele und Situationen hinaus prägt ein Thema unsere Arbeit. Sie sollen Ihre eigenen Bedürfnisse wieder deutlicher wahrnehmen und Wege finden, sie im Kontakt mit anderen Menschen angemessen auszudrücken. Viele Menschen haben früh gelernt, eigene Bedürfnisse zurückzustellen – mit der Zeit sind sie dann kaum noch spürbar.
Dazu gehört auch, unterscheiden zu lernen: Manches, was sich im Moment dringend wie ein Bedürfnis anfühlt, ist eher eine Bewältigungsstrategie. Also ein Verhalten, das einmal hilfreich war, um schwierige Situationen auszuhalten, das heute aber am eigentlichen Bedürfnis vorbeigeht – und es manchmal sogar verdeckt. Diesen Unterschied zu erkennen, eröffnet neue Handlungsmöglichkeiten.
Ihr eigener Methodenkoffer
So entsteht mit der Zeit Ihr eigener Methodenkoffer: eine Sammlung von Werkzeugen, die zu Ihnen passt und die Sie auch nach der letzten Sitzung selbstständig weiterverwenden können. Psychotherapie soll Sie nicht dauerhaft an uns binden, sondern Sie handlungsfähig machen.